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Foto mit Zeitstempel: Datum einfügen, auslesen und prüfen

Foto mit Zeitstempel: So fügst du Datum und Uhrzeit ein, liest das Aufnahmedatum aus und erkennst, wann ein Zeitstempel als Nachweis wirklich reicht.

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Titelbild: Foto mit Zeitstempel, Datum einfügen, auslesen und prüfen

Ein Foto mit Zeitstempel hast du schneller, als du denkst: Jedes Handy speichert Datum und Uhrzeit unsichtbar in der Bilddatei, am iPhone siehst du sie mit einem Wisch nach oben. Einen sichtbaren Stempel im Bild setzen viele Samsung-Handys über eine Kamera-Einstellung, sonst hilft eine Zeitstempel-App oder das Textwerkzeug deiner Foto-App. Soll jemand anderes nachprüfen können, wann ein Foto entstand, reicht beides allein nicht. Dafür gibt es signierte Herkunftsdaten und Prüfcodes, die spätere Änderungen sichtbar machen.

Der Unterschied wird wichtig, sobald es Streit gibt, etwa um einen Kratzer am Mietwagen oder ein zerdrücktes Paket. Ein eingeblendetes Datum wirkt überzeugend, lässt sich aber mit jeder Bildbearbeitung nachträglich ins Bild schreiben. Wir entwickeln bei TrustCamera eine Kamera-App für überprüfbare Fotos und beschäftigen uns deshalb viel damit, was ein Zeitstempel belegt und was nicht. Hier findest du die drei Arten im Vergleich und die passenden Anleitungen für iPhone und Android, Stand September 2026.

Foto mit Zeitstempel: drei Arten im Vergleich

Zeitstempel ist nicht gleich Zeitstempel. Das Aufnahmedatum in den Metadaten entsteht automatisch, bleibt aber unsichtbar und lässt sich leicht ändern. Ein sichtbarer Stempel im Bild fällt sofort auf, kann aber genauso leicht nachträglich eingefügt werden. Erst signierte Herkunftsdaten oder ein Prüfcode machen spätere Änderungen erkennbar und taugen, wenn andere dir die Aufnahmezeit glauben sollen.

Aufnahmedatum in den MetadatenSichtbarer Stempel im BildSignierte Herkunftsdaten oder Prüfcode
So entsteht erautomatisch bei jeder Aufnahme, nach der Uhr des Gerätsper Kamera-Einstellung, Zeitstempel-App oder nachträglich per Textwerkzeugbei der Aufnahme durch Kamera oder App, kryptografisch gesichert
Wer ihn siehtwer die Foto-Infos öffnetjeder, der das Bild ansiehtwer die Angaben mit einem passenden Werkzeug oder per Prüfcode im Browser prüft
So leicht lässt er sich ändernin Sekunden, per Foto-App oder Metadaten-Editorein Textfeld in einer Bildbearbeitung genügtspätere Änderungen fallen bei der Prüfung auf
Geht verlorenoft beim Versand über Messengernur durch Zuschneiden oder Retuschewenn die Signatur entfernt wird oder niemand prüft
Taugt vor allem fürdein eigenes FotoarchivOrientierung, Abzüge, ErinnerungenBelege gegenüber anderen, etwa Vermieter oder Autovermietung

Die erste Spalte nutzt du längst, auch wenn du nie darauf geachtet hast. Wer ein Foto mit Datum und Uhrzeit sucht, meint meistens die zweite. Signierte Herkunftsdaten sind dagegen noch neu und längst nicht auf jedem Gerät verfügbar. Welche Rolle Fotos insgesamt spielen, wenn du etwas belegen willst, und worauf es im Streitfall ankommt, erklärt unser Ratgeber Fotos als Beweis.

Foto-Zeitstempel auslesen: Wann wurde das Bild aufgenommen?

Das Aufnahmedatum steht in den sogenannten EXIF-Daten, die Handy oder Kamera bei jeder Aufnahme in die Datei schreiben. Um den Zeitstempel eines Fotos auszulesen, brauchst du keine Zusatz-App. Am Computer findest du ihn unter Windows in den Dateieigenschaften im Reiter „Details“, am Mac in der Vorschau oder mit Command-I in der Fotos-App. Wo genau welche Angabe steht und wie du den Standort vor dem Teilen entfernst, zeigt unser Ratgeber EXIF-Daten anzeigen.

Aufnahmedatum am iPhone anzeigen

Öffne das Foto in der Fotos-App und wisch nach oben oder tippe auf das Info-Symbol. Laut Apples Anleitung zu Foto-Informationen siehst du dort je nach Foto unter anderem das Gerät, Aufnahmedatum und Aufnahmezeit sowie den Aufnahmeort. Über „Anpassen“ lassen sich Datum, Uhrzeit und Ort ändern, auf Wunsch für viele Fotos auf einmal. Mit „Zurücksetzen“ holst du das ursprüngliche Datum zurück.

Aufnahmedatum unter Android anzeigen

In Google Fotos öffnest du das Bild, tippst oben auf das Dreipunkt-Menü und dann auf „Info“, alternativ wischst du nach oben. Neben dem Zeitstempel kannst du laut Google-Fotos-Hilfe auf „Bearbeiten“ tippen und ein neues Datum wählen, allerdings nur bei gesicherten Fotos. Google warnt: Teilst du das Foto mit anderen Apps oder lädst es herunter, zeigt es möglicherweise wieder das ursprüngliche Datum der Kamera. Galerie-Apps der Hersteller haben meist einen ähnlichen Menüpunkt wie „Details“.

Zwei Dinge können das Ergebnis verfälschen. Das Aufnahmedatum kommt von der Uhr des Geräts, und ging sie falsch, stimmt auch der Zeitstempel nicht. Außerdem entfernen viele Messenger die Metadaten beim Versand. Dann verrät die empfangene Kopie oft nicht mehr, wann das Foto entstand. Fehlen die Angaben, hilft manchmal die Bilder-Rückwärtssuche weiter: Sie zeigt, wo ein Foto schon früher im Netz auftauchte.

Foto-Zeitstempel einfügen: Datum sichtbar ins Bild schreiben

Wer ein Foto mit sichtbarem Datum will, etwa für ein Fotobuch oder die Dokumentation einer Baustelle, hat drei Wege. Manche Kamera-Apps blenden Datum und Uhrzeit schon bei der Aufnahme ein. Zeitstempel-Apps aus den App-Stores tun dasselbe, oft mit Ort und Notiz. Und jedes Foto lässt sich nachträglich mit einem Textwerkzeug beschriften. Für das Ergebnis im Bild macht das keinen Unterschied.

Samsung: Wasserzeichen mit Datum und Uhrzeit

Auf vielen Samsung-Galaxy-Handys ist die Funktion in die Kamera eingebaut, je nach Modell und Softwarestand. Laut Samsung-Support öffnest du die Kamera-App, tippst auf das Einstellungen-Symbol und schaltest „Wasserzeichen“ ein. Das Wasserzeichen zeigt den Modellnamen, den du bearbeiten kannst. Dazu legst du fest, ob Datum und Uhrzeit erscheinen, und wählst Schriftart und Ausrichtung. Samsung weist ausdrücklich darauf hin, dass sich ein Wasserzeichen nicht wieder entfernen lässt, sobald ein Bild damit versehen ist.

iPhone: Datum nachträglich mit „Markieren“ einfügen

Die Kamera-App des iPhone schreibt nach unserem Kenntnisstand kein Datum ins Bild, auch Apples Anleitungen zur Kamera nennen keine solche Einstellung. Du kannst es aber nachträglich einfügen. In der Fotos-App bietet Apple dafür das Werkzeug „Markieren“. Laut Apples Anleitung fügst du damit Text, Formen und Sticker zu Bildern hinzu. Das Datum schlägst du vorher in den Foto-Infos nach und tippst es als Text ein.

Android: Text in Google Fotos einfügen

In Google Fotos öffnest du das Bild und tippst unten auf „Bearbeiten“ und dann auf „Markieren & Zeichnen“. Unter „Text“ gibst du Datum und Uhrzeit ein und verschiebst das Textfeld an die gewünschte Stelle. Mit „Als Kopie speichern“ bleibt das Original laut derselben Google-Fotos-Hilfe unverändert erhalten. Das ist praktisch, falls du den Stempel später doch nicht mehr im Bild haben willst.

Zeitstempel-App: Kamera mit eingebautem Stempel

Für iPhone und Android gibt es zahlreiche Zeitstempel-Kameras. Sie schreiben beim Auslösen Datum und Uhrzeit ins Bild, viele auch Adresse, Koordinaten oder eine Notiz. Für die eigene Dokumentation ist das bequem. Woher eine solche Zeitstempel-App Zeit und Ort nimmt und ob sie Bilder auf eigene Server lädt, siehst du von außen meist nicht. Lies deshalb vor der Installation die Datenschutzhinweise und prüfe, welche Berechtigungen die App verlangt.

Warum sich beide Zeitstempel leicht fälschen lassen

Ein sichtbarer Stempel ist am Ende nur Text im Bild. Ob er beim Auslösen entstand oder eine Woche später mit einem Textwerkzeug eingefügt wurde, sieht der Empfänger dem Foto nicht an. Auch ein Stempel, den die Kamera selbst setzt, übernimmt die Zeit in der Regel vom Gerät. Diese Zeit lässt sich von Hand stellen: Laut Apple deaktivierst du dafür „Uhrzeit automatisch einstellen“ und legst Datum und Uhrzeit selbst fest.

Beim Aufnahmedatum in den Metadaten ist es nicht besser. Wie oben beschrieben, bieten die Fotos-App und Google Fotos selbst an, Datum und Uhrzeit anzupassen. Kostenlose Metadaten-Editoren schreiben die Felder direkt in der Datei um, ohne Spuren zu hinterlassen, die ein Laie findet. Das heißt nicht, dass jedes Datum gelogen ist. Es heißt nur: Wer dir misstraut, kann jeden der beiden Zeitstempel leicht anzweifeln.

Aufschlussreich sind höchstens Widersprüche. Ein Stempel, der vom Aufnahmedatum in den Metadaten abweicht, ist ein Grund nachzufragen. Das Gleiche gilt für Schatten, die nicht zur angegebenen Uhrzeit passen, oder Wetter, das nicht zum Tag passt. Wie du Retusche im Bild selbst erkennst, zeigt unser Ratgeber bearbeitetes Bild erkennen.

Zeitstempel entfernen: was sich rückgängig machen lässt

Einen sichtbaren Stempel, den die Kamera schon beim Auslösen ins Bild schreibt, wirst du schwer wieder los. Er ist Teil der Bildpunkte, und bei Samsung lässt sich das Wasserzeichen nach Herstellerangabe nicht entfernen. Bleiben Zuschneiden oder Retusche, beides verändert das Foto. Wenn du dir unsicher bist, ob du den Stempel dauerhaft im Bild haben willst, füge ihn deshalb nachträglich in eine Kopie ein und bewahre das Original auf.

Hast du das Datum selbst in der Foto-App eingefügt, geht es leichter. Am iPhone öffnest du das bearbeitete Foto in der Fotos-App und setzt es mit „Zurück zum Original“ zurück. In Google Fotos tippst du dafür laut Google-Hilfe auf „Bearbeiten“ und „Wiederherstellen“. Eine Kopie, die du mit „Als Kopie speichern“ angelegt hast, lässt sich so nicht zurücksetzen. Dort ist aber das Original ohnehin noch da.

Das Aufnahmedatum in den Metadaten passt du in der Fotos-App am iPhone und in Google Fotos an, wie oben beschrieben. Willst du ein Foto ganz ohne Metadaten weitergeben, erstellst du zum Beispiel unter Windows eine bereinigte Kopie, wie im Ratgeber EXIF-Daten anzeigen beschrieben. Dann fehlen allerdings auch Kameradaten und Standort. Für Fotos, die du selbst später als Nachweis brauchst, ist das keine gute Idee. Bewahre die Originaldatei immer mit allen Angaben auf.

Smartphone auf einem Holztisch, der Bildschirm zeigt Uhrzeit und Datum
Die Uhrzeit im Foto stammt meist von der Uhr des Handys, und die lässt sich von Hand verstellen.Foto: Sebastiaan Stam / Pexels

Signierte Zeitstempel: Content Credentials und Apple Reference Image

Die dritte Art von Zeitstempel entsteht bei der Aufnahme und wird kryptografisch gesichert. Beim offenen Standard C2PA heißen solche Angaben Content Credentials. Google Fotos zeigt sie im Info-Bereich unter „Wie wurden diese Inhalte erstellt?“. Bei einer normalen Aufnahme mit dem Pixel 10 steht dort laut Google-Hilfe zu Content Credentials „Mit einer Kamera aufgenommene Medien“. Wurde der Verlauf manipuliert, meldet die App „Falsch geändert“. Ob ein Foto echt ist, beantworten die Angaben laut Google ausdrücklich nicht.

Für die Aufnahmezeit zählt ein Detail, das Google im Sicherheitsblog zum Pixel 10 (englisch) beschreibt. Beim Pixel 10 versieht die Kamera-App jedes JPEG-Foto mit Content Credentials. Den Zeitstempel dazu signiert das Handy schon beim Auslösen, auch offline, mit einer geschützten Uhr. Sie läuft laut Google völlig getrennt von der Uhr, die du in Android selbst einstellen kannst. Wer die Handy-Uhr verstellt, ändert an diesem Zeitstempel also nichts.

Apple geht mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max einen eigenen Weg. Im optionalen Referenzmodus der Kamera erfasst das iPhone laut Apple-Support zu Apple Reference Image mit einem sicheren Zeitstempel versehene, signierte Sensordaten. Daraus entsteht ein Referenzbild, das du mit dem normalen Foto vergleichen kannst, um Bearbeitungen zu erkennen. Wichtig für dich: In der EU ist der Referenzmodus in der Kamera nicht verfügbar. Entwickeln und ansehen kannst du Referenzbilder hier aber, wenn du iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27 nutzt.

Eine Grenze haben alle diese Verfahren. Wer die signierten Daten entfernt, entfernt den Nachweis gleich mit. Ein Foto ohne Content Credentials ist deshalb nicht verdächtig, nur unbelegt. Und der Empfänger muss die Angaben auch prüfen, sonst bleibt der beste Zeitstempel unbeachtet.

Hand greift in eine Schachtel mit alten Familienfotos, weitere Abzüge liegen auf dem Tisch
Für das eigene Archiv reicht das Aufnahmedatum völlig, beim Streit um einen Schaden nicht.Foto: fish socks / Pexels

Welcher Zeitstempel reicht wofür?

Für dein eigenes Fotoarchiv genügt das Aufnahmedatum in den Metadaten. Fotos-App und Google Fotos sortieren deine Bilder danach, und für Erinnerungen musst du niemandem etwas beweisen. Ein sichtbarer Stempel ist hier Geschmackssache. Er hilft vor allem bei Abzügen, denn das Datum aus den Metadaten landet nicht von selbst auf dem Papier.

Anders ist es, wenn du einem anderen den Zustand von etwas belegen willst. Typische Fälle sind die Abholung eines Mietwagens, wie im Ratgeber Mietwagen-Schaden dokumentieren beschrieben, ein beschädigtes Paket oder die Übergabe einer Wohnung mit Wohnungsübergabeprotokoll. Hier kann die Gegenseite im Streitfall gerade anzweifeln, wann das Foto entstand. Ein Foto mit Zeitstempel im Bild hilft dann wenig. Aus unserer Sicht bringen dich diese Schritte weiter:

  1. Vor Ort fotografieren: erst eine Übersicht, die Ort und Gegenstand zeigt, dann Details jedes Schadens.
  2. Sofort verschicken: Schick die Fotos noch am selben Tag an die Gegenseite, per E-Mail oder über ihr Kundenportal. Dann liegt dort ein eigener Beleg, dass du die Bilder spätestens zu diesem Zeitpunkt hattest.
  3. Originale weitergeben: Versende Dateien, keine Screenshots, und nicht nur über Messenger, die Metadaten entfernen.
  4. Originale aufbewahren: Speichere die unbearbeiteten Dateien an einem zweiten Ort.
  5. Ergänzen: Protokoll, schriftliche Bestätigung oder Zeugen wiegen oft mehr als jedes Datum.

Ob das im Streitfall reicht, lässt sich nicht vorhersagen. Wie ein Gericht Fotos würdigt, hängt vom Einzelfall ab, und ein Zeitstempel ist dabei ein Baustein unter mehreren. Geht es um größere Beträge, lass dich von einer Verbraucherzentrale, deiner Versicherung oder einer Anwältin beraten.

TrustCamera: die Aufnahmezeit per Prüfcode nachprüfbar machen

Für genau diese Lücke entwickeln wir TrustCamera. Du nimmst Fotos und Videos direkt in der App auf, Bilder aus der Galerie lassen sich nicht hochladen. Jede Aufnahme bekommt einen Prüfcode. Wer den Code hat, prüft kostenlos im Browser und ohne Konto, ob die Datei seit der Aufnahme unverändert ist, wann sie entstand und ungefähr wo. Der Ort ist auf etwa zehn Kilometer genau, nie die genaue Position.

Der Unterschied zum aufgedruckten Datum: Bei der Aufnahme speichert TrustCamera einen digitalen Fingerabdruck der Datei zusammen mit der Aufnahmezeit. Wird die Datei später verändert, passt sie nicht mehr zu diesem Fingerabdruck. Gib den Code deshalb gleich weiter, etwa an die Autovermietung oder den Vermieter, damit die andere Seite sofort prüfen kann. Deine eigenen Kopien der Fotos bewahrst du zusätzlich auf.

Die Grenzen gehören dazu. Der Prüfcode zeigt, dass die Datei unverändert ist, aber nicht, ob eine Szene gestellt war oder etwas bewusst nicht fotografiert wurde. Einen Streit entscheidet er nicht, er dokumentiert die Aufnahme aber nachvollziehbar. Die App kommt in Kürze für Android und iOS.

Häufige Fragen zu Fotos mit Zeitstempel

Wie mache ich ein Foto mit Datum und Uhrzeit am iPhone?

Die Kamera-App des iPhone schreibt nach unserem Kenntnisstand kein Datum ins Bild, sie speichert es nur in den Metadaten. Dort siehst du es mit einem Wisch nach oben in der Fotos-App. Sichtbar wird es, wenn du es mit „Markieren“ als Text einfügst oder eine Zeitstempel-App nutzt, die den Stempel schon bei der Aufnahme setzt.

Kann man sehen, wann ein Foto aufgenommen wurde?

Meistens ja. Die Fotos-App am iPhone, Google Fotos und die Dateieigenschaften am Computer zeigen das Aufnahmedatum aus den Metadaten. Es stammt von der Uhr des Geräts und lässt sich ändern. Fehlen die Metadaten, etwa nach dem Versand per Messenger, lässt sich das Datum aus der Datei nicht mehr sicher bestimmen.

Welche App setzt einen Zeitstempel auf Fotos?

Auf vielen Samsung-Galaxy-Handys kann die eigene Kamera-App Datum und Uhrzeit als Wasserzeichen einblenden. Für iPhone und andere Android-Geräte gibt es Zeitstempel-Apps in den App-Stores, die Datum, Uhrzeit und oft den Ort ins Bild schreiben. Achte vor der Installation darauf, welche Berechtigungen eine App verlangt und was sie mit deinen Fotos macht.

Kann man einen Zeitstempel auf einem Foto fälschen?

Ja, beide gängigen Arten. Das Aufnahmedatum in den Metadaten lässt sich in der Fotos-App am iPhone und in Google Fotos anpassen. Ein sichtbarer Stempel ist nur Text im Bild und lässt sich mit jedem Bildbearbeitungsprogramm einfügen. Schwerer zu fälschen sind signierte Herkunftsdaten, weil spätere Änderungen bei der Prüfung auffallen.

Wie drucke ich ein Foto mit Datum?

Das Datum aus den Metadaten erscheint auf einem Abzug nur, wenn es vorher ins Bild geschrieben wurde oder der Fotodienst es mitdruckt. Füge es also vor dem Bestellen per Textwerkzeug in eine Kopie ein oder nutze schon bei der Aufnahme ein Wasserzeichen. Alternativ fragst du deinen Fotodienst, ob er das Aufnahmedatum auf Vorder- oder Rückseite druckt.

Kann ich einen Zeitstempel wieder entfernen?

Das hängt davon ab, wie er ins Bild kam. Beim Wasserzeichen der Samsung-Kamera geht das laut Hersteller nicht, dann bleibt nur Zuschneiden oder Retusche. Text, den du am iPhone oder in Google Fotos selbst eingefügt hast, setzt du dort auf das Original zurück. Das Aufnahmedatum in den Metadaten kannst du in der Foto-App ändern oder mit allen Metadaten aus einer Kopie entfernen.

Warum zeigt mein Foto ein falsches Datum?

Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe. Das Aufnahmedatum kommt von der Uhr des Handys: Ging sie falsch oder stand sie auf einer anderen Zeitzone, stimmt auch das Datum im Foto nicht. Bilder aus Messengern haben oft keine Metadaten mehr, dann sortiert die Galerie sie womöglich nach dem Tag, an dem du sie gespeichert hast. Und nach einer Änderung in Google Fotos zeigen heruntergeladene Kopien laut Google unter Umständen wieder das ursprüngliche Kameradatum.

Fazit: Ein Foto mit Zeitstempel überzeugt erst, wenn andere es prüfen können

Ein Foto mit Zeitstempel ist leicht gemacht. Das Aufnahmedatum speichert dein Handy ohnehin, und einen sichtbaren Stempel setzt du per Kamera-Einstellung, Zeitstempel-App oder Textwerkzeug. Für dein Archiv und für Abzüge reicht das völlig.

Willst du jemand anderem zeigen, wann ein Foto entstand, zählen andere Dinge: Fotos, die du sofort verschickst, Originaldateien, ein Protokoll und Herkunftsdaten, die sich prüfen lassen. Je eher die andere Seite deine Bilder in der Hand hat und prüfen kann, desto weniger Raum bleibt für Zweifel an der Aufnahmezeit.

Über den Autor

Mitgründer & Marketing bei TrustCamera

Yannick ist Mitgründer von TrustCamera und verantwortet dort Marketing und Content. Er hat einen Bachelor- und Masterabschluss im Businessbereich und beschäftigt sich seit Jahren mit Content-Marketing und SEO.

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